Kategorien
Galerie

Megan Fox: Vom Strichmädchen zur flotten Füchsin

Am Anfang ist sie Skizze, fast nur Silhouette
Wenn er sie bloß schon fertig hätte!
Doch ein paar Striche mit dem Stift
Verleihn dem Kopf nun ein Gesicht
Bald wächst ein Mädchen ganz aus Strichen
Bis der Stift dem Pinsel ist gewichen:
Haare Lippen und der Mund
Die Füchsin tut ein Lächeln kund
Doch – Mama Leone
Die Frau ist oben fast noch ohne
Drum geht’s jetzt unumwunden
an die Kurven, an die runden
Taille, Hüften, und die Brüste
Wenn das des Malers Gattin wüsste!
Über Bauch, Gürtel und auch Schnalle
Zischt der Stift, Hintern auch ganz gut erwischt!
Alles macht der Meister pfiffig
Und die Lady wird ganz griffig
Vom Scheitel bis zum zehnten Zeh
Fast fertig ist das schöne Reh
Nur noch die Details bis hin zur Spitze
Auch die Knie, Po und Ritze
Die Ringe in den Ohren
Sucht man sich heraus
Mit dem Zeiger von der Maus
Zum Schluss noch Farbe –
Whisky on the Rocks –
Fertig ist die Lady Fox!

Kategorien
EroticTalk

Surfen in scharfen Kurven: Der Rubens von der Reeperbahn

Er malte die weltweit berühmte „Ritze“ auf der Reeperbahn. Die ist dort, wo das Herz von St. Pauli am unanständigsten pocht. Auch sonst veränderten die Bilder von Erwin Ross das Gesicht von Deutschlands nachweislich sündigstem Stadtteil. Und das seit 1962 – da installierte nämlich der Hauselektriker des Vergnügungslokals „Tabu“ auf der Großen Freiheit einen „Musikladen für junge Leute“. Erwins Kunst war gefragt. „Star-Club“ hieß die neue Location, und als Bühnenhintergrund ließ sich Erwin eine Wolkenkratzerskyline einfallen. Mit ihr im Rücken starteten einige Künstler ihre Karriere, manche brachten es zu Weltruhm. Mitunter auf Pump. So soll Ringo Starr Erwin bis heute „einige Märker“ schulden. Den allerersten „Beatles“-Schriftzug, von Erwin aufs Schlagzeug gepinselt, zahlte er nämlich nur an.

Dann kam die sexuelle Revolution, und gegen Ende der Sechziger hatten Aufklärungsonkel Oswalt Kolle, Erotik-Versandfrau Beate Uhse und das Sündenblatt „St. Pauli Nachrichten“ so manche Moral-Bastion überrannt. Nun konnten Erwins „erotische Körperlandschaften“ auch auf offener Straße gezeigt werden. Was heute Heerscharen von Graffitikünstlern leisten, schaffte er damals ganz allein. Seine Spezialität: Pin Ups. Leicht bekleidete Mädels, und die durften durchaus etwas üppigere Proportionen haben. Über dreißig Jahre lang dekorierte der „Rubens von der Reeperbahn“ Clubs, Varietés, Bordelle und Bars mit seinen großflächigen Superfrauen und Traumgirls. Aber auch Promis von Hans Albers über Udo Lindenberg bis hin zu Jan Fedder saßen ihm geduldig Modell, wenngleich nur für Porträts.

Ross sei der Mann mit den meisten Nummern im legendären Bordell „Eros-Center“ gewesen, sagte Willi Bartels, seinerzeit der Immobilienkönig auf dem Hamburger Kiez. In der Tat hat Erwin dort mehrere hundert Zimmernummern auf die Türen gepinselt. Der Spezialist für heiße Rundungen war noch bis ins neue Jahrtausend hinein künstlerisch aktiv: Für die Fernseh-Mehrteiler „Der König von St. Pauli“ schuf er die Werbefiguren, auch eine Serie von Etiketten für das Hamburger Astra-Bier war von ihm.

Erwin hat bis wenige Wochen vor seinem Ende noch täglich gemalt. Bis eine Infektion und Herzprobleme ihm ein Ende machten. Dem Kiezfotografen Günter Zint sagte er ein paar Monate vorher: „Wenn ich mal den Pinsel abgeben muss, dann werde ich auch gleich den Löffel abgeben.“

Nun hat der „Rubens von der Reeperbahn“ den Pinsel für immer zur Seite gelegt.

… Tschüss Erwin! Und Danke! Deine Vicky

Das Vermächtnis von Erwin Ross ist auf dieser Webseite zu sehen: http://www.erwinross.com/gallery2/main.php?g2_itemId=81

Kategorien
Galerie

Schock, Wellen und Reiter: Erotik Art Klassiker

München (Munich), Germany - Neue PinakothekSchon der Maler Lucas Cranach machte 1492 auf Erotik. Das aber sichtlich sittsam. Und sehen durften es wohl nur die wenigsten. Die Zeiten änderten sich, die Maler wurden mutiger, malten Deftigeres. Nicht selten im Rausch. Wie van Gogh, der dabei ein Ohr verlor. Das habe am vielen Absinth gelegen, sagt man. Manche seiner Kunstkollegen experimentierten mit anderen Stimmungsanregern und Psycho-Shootern: etwa Alkohol, Morphium, Tabletten, Opium, Canabis, halluzinogene Pilze. Schwamm drüber!

Jedenfalls ganz schön heftig, was die Jungs schon damals mit ihrem Pinsel auf die Leinwand zauberten. Vieles davon verschwand dann auch prompt in den Kellern der Obrigkeit. Kein Wunder, gefallene Engel, Venus und Adonis beim Nacktflirt, verschwiegene Lustgärten, freizügige Bachantinnen … Vor-Bilder wie diese waren wahrlich nicht erwünscht.

Auch Amor, einer keuschen Dame namens Psyche mit seinem Liebespfeil nachstellend, unkeusche Nonnen beim lupenreinen Ringelrein mit Lüster-Mönchen und die Leda mit dem Schwan. Igitt, da wackelt der Beichtstuhl unter den  Schockwellen der Unmoral, manch Geistlicher hatte beide Hände voll zu tun.

Unzüchtige Motive wie diese greift die Rubrik „Erotik“ der Webseite Schockwellenreiter.de auf. Viele damals mit dem Urteil skandalös gegeißelte Abbildungen werden aus dem Giftschrank der Vergessenheit geholt, kommentiert und erklärt. Zum Glück heutigen Geflogenheiten entsprechend.

Die  Lena … äh Leda … mit dem Schwan ist nur eine von massenhaften Beispielen auf diesem Webseitenkosmos voll prallen Lebens. Und es geht quer durch die Epochen. Da gibt es Fesselspiele zu Kaisers Zeiten. Die Ikone der 1950er Jahre, Bettie Page, zeigt die Erotik der damaligen Zeit. Pin Ups und Playgirls aus dem Soldatenschrank tauchen auf und ab. Darüber konnte Kultknipser Helmut Newton nur schmunzeln. Und lichtete weitaus Freizügigeres ab.

Auch Kylie Minouge ist da, Shakira, na klar, und sogar Scarlett Johansson lässt gaaanz tief blicken.

Übrigens findet Ihr hier auch eine ganze Reihe von Bildern, die zwischenzeitlich bei flickr (hört, hört!) der Zensur zum Opfer gefallen waren. Das gilt natürlich nicht für das Comic-Video „Hühnerstriptease“. Das ist sogar jugendfrei. Ansonsten warten viele verborgene Schätze auf den neugierigen Surfer

Spannend, frivol, ästhetisch!

Kira O.

http://www.schockwellenreiter.de/categories/erotik/archiv/2008/01.html